Festspiel-Mediathek

  • Werkstattkonzert
    Flegeljahre – Monodrama für einen Schauspieler und zwei Pianisten nach Jean Paul
    von Stefan Litwin
    Live-Streaming am 15. Mai 2021 aus dem Saarbrücker Schloss

  • Das Schumann Quartett spielte Ives und Beethoven. Live-Konzert am 9. Mai 2021 aus der Abtei zu Tholey

     

  • Der Titularorganist der »Notre Dame« de Paris Olivier Latry gastierte am 6. Mai in der Basilika St.Johann. 

     

  • Voces8 eröffneten die Musikfestspiele. Konzertstreaming am 1. Mai 2021 aus London


     

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    Verwendungszweck: Musikfestspiele Saar 2021

    WERKSTATT-KONZERT

    Flegeljahre
    Monodrama für einen Schauspieler und zwei Pianisten nach Jean Paul

    Stefan Litwin (Musik)
    Holger Schröder (Text)

    mit
    dem GrauSchumacher Piano Duo
    Stefan Litwin und
    Holger Schröder

    Die Musikfestspiele Saar haben dem Komponisten, Pianisten und Saarbrücker Hochschulprofessor Stefan Litwin einen Kompositionsauftrag erteilt. Der Komponist kommt dabei dem langgehegten Wunsch nach, ein abendfüllendes und eigens für das GrauSchumacher Piano Duo und den Schauspieler Ulrich Noethen konzipiertes Stück zu realisieren. Holger Schröder hat aus Jean Pauls Roman »Flegeljahre« ein entsprechendes Libretto erarbeitet.

    In diesem Werkstattkonzert, das einen Ausblick auf die Uraufführung im Herbst gibt, hat man als Zuschauer/Zuhörer schon jetzt die Möglichkeit, Teile der Komposition kennenzulernen und in die besondere musikalisch-poetische Welt Jean Pauls einzudringen.


    PROGRAMMHINWEIS
    Die Uraufführung mit Ulrich Noethen findet am 11./12. September im Weltkulturerbe Völklinger Hütte statt.

    Tickets erhalten Sie ab Juli über Proticket, Voranmeldungen sind ab jetzt schon möglich unter info@musikfestspiele-saar.de

    Kompositionsauftrag der Musikfestspiele Saar, finanziert durch

    PROGRAMM

    CHARLES IVES
    Streichquartett Nr. 1 »From the Salvation Army«
    Andante con moto
    Allegro – Allegro con spirito – Quasi andante
    Adagio cantabile – Allegretto – Andante con moto – Adagio cantabile
    Allegro marziale – Poco andante con moto – Allegro marziale


    LUDWIG VAN BEETHOVEN
    Streichquartett Nr. 14 cis-Moll op. 131
    Adagio ma non troppo e molto espressivo
    Allegro molto vivace
    Allegro moderato
    Andante ma non troppo e molto cantabile
    Presto
    Adagio quasi un poco andante
    Allegro

    BIOGRAFIE

    Das Schumann Quartett ist dort angekommen, wo alles möglich ist, weil man auf Sicherheiten verzichtet. Das schließt auch das Publikum mit ein, das sich Abend für Abend auf alles gefasst machen muss: „So wirklich entwickelt sich ein Werk nur live“, sagen sie, „das ist ‚the real thing’, weil wir vorher selbst nie wissen, was passiert. Spätestens auf der Bühne fällt jede Imitation weg, man wird automatisch ehrlich zu sich selbst. Dann kann man in der Musik eine Verbindung mit dem Publikum herstellen, kommunizieren.“ Die Live-Situation wird in naher Zukunft noch weiter aufgeladen: Albrecht Mayer, Menahem Pressler, Kit Armstrong, Anna Vinnitskaya und Anna Lucia Richter zählen zu den aktuellen Partnern der Vier.

    Ein besonderes Highlight der Saison 20/21 stellt die Einladung nach Tokio in die Suntory Hall dar. Des Weiteren wird das Quartett in Nordamerika und Asien auf Tour gehen, zu Gast bei Festivals in Deutschland, in der Schweiz und den Niederlanden sein und Konzerte in den großen Musikmetropolen Zürich, Hamburg, London, Berlin und Madrid spielen. Außerdem wird das Quartett zusammen mit der Sopranistin Katharina Konradi zwei besondere Programme in Barcelona und Madrid darbieten können.

    Ihr Album „Intermezzo“ (2018 | Schumann, Reimann mit Anna-Lucia Richter und Mendelssohn Bartholdy) erfreut sich national und international bester Resonanz, und erhielt den Opus Klassik in der Kategorie Kammermusikeinspielung 2019. Somit wird es als würdiger Nachfolger ihres preisgekrönten „Landscapes“ Albums gefeiert, in dem sie den eigenen Wurzeln nachspürten und Werke von Haydn, Bartók, Takemitsu und Pärt kombinierten. Letzteres wurde unter anderem mit 5 Diapasons sowie dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2017 ausgezeichnet und war Editor’s choice beim BBC
    Music Magazine. Für ihr vorhergehendes Album mit Werken von Mozart, Ives und Verdi wurde dem Schumann Quartett bereits als BEST NEWCOMER 2016 der BBC Music Magazine Award in London verliehen. Im Jahr 2020 hat das Quartett seine Diskographie mit „Fragment“ und seiner Auseinandersetzung mit einem der Meister des Streichquartetts erweitert: Franz Schubert.

    Seit ihrer frühesten Kindheit spielen die drei Brüder Mark, Erik und Ken Schumann zusammen. 2012 ist die in Tallinn geborene und in Karlsruhe aufgewachsene Liisa Randalu als Bratschistin dazu gekommen. Immer wieder bemerken Außenstehende, wie stark die Bindung zwischen ihnen ist. Die Vier genießen die nonverbale Kommunikation, „ein Blick, und ich weiß, wie er/sie die Musik in dem Moment spielen möchte“. Unterschiedliche Persönlichkeiten treten deutlicher hervor, gleichzeitig entsteht in jedem musikalischen Werk ein gemeinsamer Raum, findet eine geistige Metamorphose statt. Vielleicht sind diese Offenheit und Neugierde die entscheidenden Einflüsse von Lehrern wie Eberhard Feltz, dem Alban Berg Quartett oder Partnern wie Menahem Pressler.

    Lehrer, musikalische Partner, Preise, Veröffentlichungen – gerne werden Stufen konstruiert um herzuleiten, warum viele das Schumann Quartett heute zu den besten überhaupt zählen. Die Vier fassen solche Daten eher als Begegnungen auf, als Bestätigung für ihren Weg. Sie empfinden die musikalische Entwicklung der letzten zwei Jahre als Quantensprung. „Wir haben Lust darauf, es bis zum Äußersten zu treiben, zu probieren, wie die Spannung und unsere gemeinsame Spontaneität trägt", sagt Ken Schumann, der mittlere der drei Schumann Brüder. Versuche, ihnen einen Klang, eine Position, eine Spielweise zuzuordnen, hebeln sie charmant aus, lassen allein die Konzerte für sich sprechen. Und Kritiker geben ihnen recht: „Feuer und Energie. Das Schumann Quartett spielt umwerfend gut [...] zweifellos eine der allerbesten Formationen der jetzigen Quartettblüte, […] blitzende Virtuosität und Überraschungsbereitschaft“ (Harald Eggebrecht in der SZ). Ausreichend Raum für nächste Abenteuer, also.

    PROGRAMM

    OLIVIER MESSIAEN
    »Verset pour la Fête de la Dédicace«

    FRANZ LISZT / CAMILLE SAINT-SAENS
    Deux Légendes
    St. Francois d’Assise: »La prédication aux oiseaux«

    LOUIS VIERNE
    Pièces de Fantaisie (Deuxième Suite, op. 53)
    »Hymne au Soleil«
    »Feux follets«
    »Clair de lune«
    »Toccata«

    BIOGRAFIE

    Der weltweit als führend auf seinem Instrument angesehene französische Organist Olivier Latry spielte bereits in den angesehensten Veranstaltungsorten, war Gast bei führenden Orchestern unter renommierten Dirigenten, spielte Aufnahmen für große Labels ein und brachte eine beeindruckende Anzahl von Werken zur Uraufführung.
    Bereits im Alter von 23 Jahren wurde er Titularorganist in der Kathedrale Notre-Dame in Paris. Latry ist ein angesehener, nachdenklicher und abenteuerlustiger Musiker, der alle Bereiche der Orgelmusik erkundet und ein außergewöhnliches Talent für Improvisation besitzt.

    Olivier Latry ist regelmäßig Gast in großen Häusern wie der Berliner Philharmonie, der Philharmonie de Paris, der San Francisco’s Davies Hall, dem Concertgebouw Amsterdam und spielt als Solist mit weltweit führenden Orchestern wie dem Philadelphia Orchestra, der Los Angeles Philharmonic, dem Orchestre National de France, den Münchner Philharmonikern unter Dirigenten wie Myung-Whun Chung, Andris Nelsons, Jukka-Pekka Saraste und Fabien Gabel.

    Zu den jüngsten Highlights seiner Karriere zählen die Uraufführung von Kaija Saariahos Maan Varjot für Orgel und Orchester mit dem Orchestre Symphonique de Montréal, dem Orchestre National de Lyon und dem Philharmonia Orchestra im Jahr 2014 und die Premiere von Michael Gandolfis Concerto mit dem Boston Symphony Orchestra 2015.
    Seine starke Verbundenheit mit dem französischen Orgelrepertoire veranlasste Latry, Olivier Messiaens gesamtes Orgelwerk für die Deutsche Grammophon aufzunehmen, das er ebenfalls bei Konzerten in Paris, London und New York aufführte. Im März 2019 startete er eine Zusammenarbeit mit dem Label La Dolce Volta mit einem Album namens Bach to the Future. Auf der Orgel Notre-Dame in Paris aufgenommen, umfasst das Projekt Bachs Transkriptionen und Originalwerke, die an dieses außergewöhnliche Instrument angepasst wurden.

    Als ein ehemaliger Schüler von Gaston Litaize, unterrichtet Olivier Latry nun selbst am Conservatoire National Supérieur de Paris und erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen und Preise, darunter der Prix de la Fondation Cino et Simone Del Duca (Institut de France–Académie des Beaux-Arts) im Jahr 2000. Im April 2009 wurde Latry von der American Guild of Organists zum internationalen Künstler des Jahres ernannt und erhielt daneben 2010 den Ehrendoktortitel der Musik von der McGill University in Montreal, Kanada. Von 2019 bis 2022 ist er William T. Kemper Artist-in-Residence an der University of Kansas in Lawrence.

    PROGRAMM

    Orlando Gibbons
    »Drop, Drop Slow Tears«

    Arvo Pärt
    »The Deer's Cry«

    Thomas Tallis
    »O Nata Lux«

    Tomás Luis de Victoria
    Regina Caeli á 8

    Roxanna Panufnik
    »Love Endureth«

    Claudio Monteverdi
    Book VI: »Lagrime D’Amante al Sepolcro Dell’Amata«

    Jean Sibelius
    »Be Still My Soul«, aus Finlandia, op. 26

    Jonathan Dove
    »Vertue«

    Sergei Rachmaninoff
    »Bogoroditse Devo«

    Jake Runestad
    »Let My Love Be Heard«

    Giovanni Pierluigi da Palestrina
    Magnificat Primi Toni

    BESETZUNG

    Andrea Haines – Sopran
    Molly Noon – Sopran
    Katie Jeffries-Harris – Alt
    Barnaby Smith – Alt & Künstlerischer Leiter
    Blake Morgan – Tenor
    Euan Williamson – Tenor
    Christopher Moore – Bariton
    Jonathan Pacey – Bass

    Das britische Vokalensemble VOCES8 gehört zu den führenden Gruppen weltweit. Die acht SängerInnen beherrschen das ernste Fach ebenso wie das unterhaltsame und bieten ein Repertoire von früher Polyphonie bis zu Jazz- und Poparrangements. Sie begeistern mit einer überzeugenden Kombination aus musikalischem Können, klanglichem Reiz und mitreißender Bühnenpräsenz.

    Im A-Cappella-Repertoire zu Hause geht VOCES8 immer wieder Kooperationen mit Orchestern, SolistInnen und DirigentInnen ein. In seiner 15-jährigen Karriere war das Ensemble bei den wichtigsten Festivals und Konzerthäusern zu Gast, darunter die Wigmore Hall, die Elbphilharmonie Hamburg, die Cité de la Musique Paris, das Wiener Konzerthaus, die Tokyo Opera City, das NCPA Beijing, das Sydney Opera House, die Mariinsky Theatre Concert Hall, die Victoria Concert Hall Singapore, der Palacio de Bellas Artes Mexico City und viele andere.

    Zu Beginn der Saison 2020/21 startete VOCES8 das Online-Festival »Live From London«, das Künstler und Publikum auf der ganzen Welt miteinander verbindet. Es folgte ein Weihnachtsfestival mit internationalen Musikern, Uraufführungen und einem Feature für junge Interpreten; Frühjahrs- und Sommerfestivals werden den Erfolg fortsetzen.

    Daneben setzt sich VOCES8 leidenschaftlich für die musikalische Nachwuchsarbeit ein. Mit Schulbesuchen, Arbeitsphasen mit Chören oder großen Projekten z.B. an der Philharmonie Paris, im Konzerthaus Wien oder Bozar Brüssel erreicht das Ensemble jährlich rund 40.000 Menschen. Die von Mitbegründer Paul Smith entwickelte und vom Ensemble angewandte »VOCES8-Methode« wurde als Lehrmaterial bei der Edition Peters in mittlerweile vier Sprachen veröffentlicht. Um vielversprechende junge Sängerinnen und Sänger zu unterstützen, vergibt die Gruppe jährlich acht Chorstipendien im Rahmen der VOCES8 Scholars Initiative und lädt zudem AmateursängerInnen aller Altersgruppen zur Milton Abbey Summer School ein, um mit ihnen zu arbeiten und aufzutreten.

    Ausgehend von seiner jahrelangen Erfahrung in der musikalischen Bildung hat das Ensemble in dieser Saison die VOCES8 Digital Academy ins Leben gerufen, eine Online-Lernplattform für Schulen, Universitäten und Chöre mit Live-Schulungen von und mit Ensemble-Mitgliedern, aufgezeichneten Vorträgen und Videos zum Erlernen und Aufführen von Musik von der Renaissance bis heute.
    VOCES8 hat mit Jim Clements einen eigenen »Arranger in Residence«; aktueller »Composer in Residence«, der alle zwei Jahre wechselt, ist die Britin Roxanna Panufnik. Das Ensemble hat zudem Auftragswerke von Jonathan Dove, Jocelyn Hagen, Melissa Dunphy, Alexander Levine, Alexia Sloane, Ola Gjeilo, Mårten Jansson, Philip Stopford, Owain Park u.a. uraufgeführt.

    VOCES8 ist Decca Classics Künstler und unterhält mit VOCES8 Records auch sein eigenes Label. Bislang sind insgesamt 13 Aufnahmen erschienen; ein neues Album bei Decca Classics ist für Frühjahr 2021 geplant.