Im Garten der »Jungen Wilden«

Das Schumann Quartett

Sonntag, 10.Mai 2020, 18 Uhr
Sammlung Zimmer

Feuer und Energie – Begriffe, die sowohl auf das Quartett als auch auf die neoexpressionistische Sammlung Zimmer zutreffen. Das kleine privat geführte Museum stellt zahlreiche Werke rund um die »Neuen Wilden« aus. Es öffnet im Rahmen der Musikfestspiele Saar erstmals seine Tore für die Musik und hat mit dem Schumann Quartett eine hochkarätige Premierenbesetzung. Das junge Ensemble, das gerade den OPUS Klassik in der Kategorie Kammermusikeinspielung des Jahres« gewonnen hat, spielt seit ihrer frühesten Jugend zusammen. Denn die drei Herren des Ensembles, Mark, Erik und Ken Schumann sind Brüder. 2012 ist die in Tallinn geborene und in Karlsruhe aufgewachsene Liisa Randalu als Bratschistin dazu gekommen. Immer wieder bemerken Außenstehende, wie stark die Bindung zwischen ihnen ist. Die Vier genießen die nonverbale Kommunikation, »ein Blick, und ich weiß, wie er/sie die Musik in dem Moment spielen möchte«.

Das Schumann Quartett ist dort angekommen, wo alles möglich ist, weil man auf Sicherheiten verzichtet. Das schließt auch das Publikum mit ein, das sich Abend für Abend auf alles gefasst machen muss: »So wirklich entwickelt sich ein Werk nur live«, sagen sie, »das ist ‚the real thing‘, weil wir vorher selbst nie wissen, was passiert. Spätestens auf der Bühne fällt jede Imitation weg, man wird automatisch ehrlich zu sich selbst. Dann kann man in der Musik eine Verbindung mit dem Publikum herstellen, kommunizieren.«

Mark Schumann, Liisa Randalu, Ken Schumann, Erik Schumann ©Kaupo Kikkas

Programm:
Joseph Haydn: Streichquartett C-Dur op. 76 Nr. 3, »Kaiserquartett«
Leoš Janáček: Streichquartett Nr. 2‚ »Intime Briefe«
Ludwig van Beethoven: Streichquartett Nr. 7 F-Dur op. 59 Nr. 1‚ »Razumovsky«