Klingende Utopien – 2021 Jüdisches Leben in Deutschland

Mit dem Bundesjazzorchester

05.10

Dienstag

Uhrzeit wird noch bekannt gegeben

Ort wird noch bekannt gegeben.

Seit 33 Jahren prägt das Bundesjazzorchester als Ausbildungsorchester für Ausnahmetalente des deutschen Jazznachwuchses die Jazzszene in Deutschland. 1988 von Peter Herbolzheimer gegründet, gilt es als wertvolles Bindeglied zwischen Ausbildung und Beruf und als ausgezeichnete Talentschmiede für erfolgreiche Jazzmusiker von Morgen. So bekannte Jazzgrößen wie Till Brönner, Roger Cicero, Julia Hülsmann, Tom Gaebel, Nils Wogram, Michael Wollny und Nils Wülker haben hier ihre Karrieren begonnen.

Mit »Klingende Utopien – #2021JLID« verknüpft das Bundesjazzorchester die Jazz-Avantgarde von heute mit der jüdischen Film-Avantgarde von gestern in einer spannenden Multimedia-Mischung aus Stummfilmen, Jazzorchester und Vokalensemble. Im Zentrum des Projekts steht Fritz Pommers Film »Das Cabinet des Dr. Caligari« (1920). Der Stummfilm bietet 100 Jahre nach seiner Entstehung viele aktuelle Interpretationsmöglichkeiten als einer der ersten Horrorfilme mit expressionistischem Design, seinen Themen wie psychische Erkrankung, Krimi und der Kritik an Militarismus und Autorität. Im Gegensatz zu vielen Komödien der damaligen Zeit, deren Humor heute schlecht funktioniert, bleibt dieser Film in sechs Akten bis heute ein Klassiker. Das Bundesjazzorchester hat den renommierten Hollywood-Filmkomponisten Jeff Beal (u.a. bekannt durch »House of Cards«) mit der Neuvertonung des »Cabinet des Dr. Caligari« beauftragt. Ergänzt wird das Programm durch fünf kurze Animationsfilme aus der berühmten Berliner Werbeagentur Julius Pinschewer, die ebenfalls neu vertont wurden.

Im Jahr 2021 leben Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Aus diesem bedeutenden Anlass haben sich Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und wichtige Institutionen zusammengeschlossen, um dieses Ereignis unter der Leitung eines eigens gegründeten Vereins zu begehen. Unter dem Namen #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland werden bundesweit rund tausend Veranstaltungen ausgerichtet. Ziel des Festjahres ist es, jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen und dem erstarkenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen.

Bundesjazzorchester © Nico Pudimat

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