Mittwoch
19.00 Uhr
Congresshalle | Saarbrücken
Tickets: 40 / 30 / 15 €
Pawel Przytocki Dirigent
Astrig Siranossian Violoncello
Hanna Sosnowska Sopran
Alexandre Tansman Variationen über ein Thema von Frescobaldi
Mieczysław Weinberg Konzert für Violoncello und Orchester op. 43
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 4 G-Dur
Dieses Konzert steht unter der besonderen Förderung von MEISER.

Wir genießen die himmlischen Freuden, drum tun wir das Irdische meiden Kein weltlich Getümmel, hört man nicht im Himmel
Als zweitältestes dauerhaftes Symphonieorchester Polens (nach den Warschauer Philharmonikern) zählt das Arthur Rubinstein Philharmonic Orchestra zu den wichtigsten kulturellen Pfeilern des Landes. In den ersten 33 Jahren der über hundert Jahre alten Orchesterhistorie wechselten die Musiker alle paar Jahre den Spielort ohne festen Standort. Erst 1948 ließ es sich in Łódź, der Geburtsstadt des seit 1984 festgelegten Namengebers Arthur Rubinstein, nieder.
Das Konzert steht ganz im Zeichen der europäischen Emigration in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der jüdische Komponist Alexandre Tansman, in Łódź geboren und aufgewachsen, emigrierte in den 1920er Jahren nach Frankreich. Nach dem Überfall der Nazis floh er in den Süden Frankreichs, anschließend nach Lissabon und schließlich in die USA. Dort konnte er in der Filmindustrie Fuß fassen und freundete sich mit Igor Strawinsky an, der ihn künstlerisch stark beeinflusste.
Mit Mieczysław Weinberg steht ein weiterer Komponist auf dem Programm, der aufgrund seiner jüdischen Wurzeln mehrfach seinen Aufenthaltsort wechseln musste. Geboren in Warschau, verließ er 1939 Polen und floh über Minsk und Taschkent nach Moskau, wo Schostakowitsch sein Mentor wurde. Für sein Cellokonzert konnte die französische Cellistin und vielfache Preisträgerin, unter anderem Gewinnerin des ersten Preises beim Internationalen Penderecki-Wettbewerb, Astrig Siranossian, gewonnen wer- den. Den Abschluss des Konzerts bildet Mahlers wohl bekannteste Sinfonie Nr. 4 G-Dur, welche mit der Vertonung des Gedichts »Das himmlische Leben« aus »Des Knaben Wunderhorn« den Abend mit dem Wunsch nach Harmonie, Frieden und Apotheose schließt.
Gefördert aus Mitteln des Ministers für Kultur und Nationales Erbe im Rahmen des Programms »Kultura inspirująca 2025–2026«.