Ives meets Schönberg

Ein europäisch-amerikanischer Abend zum 150. Geburtstag von Arnold Schönberg und Charles Ives

30.04

Dienstag

19.00 Uhr

Pingusson Bau | Saarbrücken

Tickets: 20 €

In Kooperation mit der Hochschule für Musik Saar

Michael Rotschopf | Sprecher und Sänger

Studierende der HfM Saar:
Maria Sol Ingolfsdottir | Sopran
Katharina Reimann | Mezzosopran
Chanyang Choi | Bariton
Lisa Saterdag und Mari Alaff| Violinen
Pau Vall Coromina | Viola

Mario Blaumer | Cello
Stefan Litwin | Klavier, Konzeption, musikalische Leitung

There is a great man living in this country – a composer.
He has solved the problem of how to preserve one’s self-esteem.
He responds to negligence by contempt. He is not forced to accept praise
or blame. His name is Ives.

Arnold Schönberg über Charles Yves

1874 wurden zwei Komponisten geboren, die die musikalische Sprache revolutionieren sollten: der US-Amerikaner Charles Ives und der Österreicher Arnold Schönberg, der 1933 in die USA emigrierte und dort zum Amerikaner naturalisiert wurde. Persönlich sind sich die bedeutenden Komponisten nie begegnet, gegenseitig wahrgenommen haben sie sich allerdings schon. Und so stellt sich dieser Konzertabend zur Aufgabe, die Komponisten aus Anlass ihres 150. Geburtstags gewissermaßen miteinander ins Gespräch zu bringen. Diverse von ihnen verfasste Texte kontextualisieren dabei ihre Musik und zeigen Besonderheiten ihres Denkens auf. Ives emanzipierte sich bereits während des Studiums vom Regelwerk der europäischen Musik und entschloss sich nach seinem Abschluss zu einem konventionellen Beruf, weil er glaubte, musikalische Kompromisse schließen zu müssen, wenn er von der Musik leben wolle. Zeitgleich löste Arnold Schönberg in einigen Werken aus seiner Wiener Zeit die Tonalität auf und bereitete so den Schritt zur Zwölftonmusik vor, die, wie er meinte »die Vorherrschaft der deutschen Musik für die nächsten 100 Jahre« sichern würde. Beide Komponisten verbindet also der Aufbruch in neue musikalische Dimensionen, die Überwindung von tradierter Sprache und der Anspruch, die Musik insgesamt voranzubringen.

Michael Rotschopf, einer der führenden deutschen Schauspieler vor der Kamera und im deutschen und österreichischen Theater (Wiener Burgtheater), ist ein Tausendsassa, ob als Schauspieler, als Sänger – wie gerade als Mackie Messer in der Dreigroschenoper in Hamburg – oder als Initiator kluger Theaterkonzepte. Am Konzertabend in Saarbrücken führt er  durchs Programm und liest diverse von Schönberg und Ives verfasste Texte, die ihre Musik kontextualisieren und Besonderheiten ihres Denkens aufzeigen. Zudem übernimmt er den Sprecherpart in Schönbergs berühmter »Ode to Napoleon« und interpretiert Lieder von Charles Ives. Mit ihm stehen Studierende der Hochschule für Musik Saar auf der Bühne, die in Zusammenarbeit mit Stefan Litwin (Professor für Neue Musik und Interpretation) und Mario Blaumer (Solocellist der DRP und Lehrbeauftragter für Streicher-Kammermusik) Werke dieser beiden Komponisten erarbeitet haben.

0231 – 917 22 90

Mehr Infos zum Ticketverkauf


Michael Rotschopf © Mirjam Knickriem

Michael Rotschopf © Mirjam Knickriem

Stefan Litwin © BG Krüger

Mario Blaumer © Mario Blaumer

Charles Ives © National Portrait Gallery Public Domain

Arnold Schoenberg © Florence Homolka