Freitag
19.30 Uhr
Gebläsehalle | Neunkirchen
Tickets: 50/30/20 €
ALLEGRO BRILLANTE Choreografie: George Balanchine / Musik: Peter I. Tschaikowsky
CANTATE 51 Choreografie: Maurice Béjart / Musik: Johann-Sebastian Bach
AUNIS Choreografie: Jacques Garnier / Musik: Maurice Pacher
MI FAVORITA Choreografie: José Martinez / Musik: Gaetano Donizetti
Die Geschichte des Balletts der Opéra de Paris reicht zurück bis ins Jahr 1661, als der französische König Ludwig XIV die »Académie Royale de Danse« gründete. 1713 folgte – gleichfalls von Ludwig XIV gegründet – die Tanzschule der Opéra; sie gilt heute als die älteste existierende Ballettschule weltweit. Somit blickt das Ballett der Opéra de Paris auf eine knapp 400-jährige Tradition zurück und gilt nicht umsonst als eine der weltweit besten Ballettkompagnien.
Das Ballett hat seinen Sitz in der Garnier-Oper und besteht aus insgesamt 154 Tänzern – davon 20 erste Solotänzer, die sogenannten »Étoiles« und 14 erste Tänzer, die »Premiers danseurs«. Nahezu alle entstammen der »École de Danse de l’Opéra« in Nanterre bei Paris.
Nun gab es im September 2024 von Seiten der Opéra eine Nachricht, die weltweit aufhorchen ließ: Die Pariser Oper gründet eine neue Ballettcompagnie, das »Junior Ballett«. Die Gründung des Junior-Balletts spiegelt den Wunsch der Opéra National de Paris wider, sich ständig weiterzuentwickeln, innovative Formen der Kreation, der Ausbildung und der Vermittlung anzubieten und gleichzeitig das Erbe der Institution zu bewahren. Das »Junior Ballett« ist als Inkubator für junge Talente weltweit und für Schülerinnen und Schüler der Ballettschule der Opéra National de Paris konzipiert. Es soll die Profile der Tänzerinnen und Tänzer diversifizieren, ihre berufliche Eingliederung fördern und sich durch Tourneen und Vermittlungsaktivitäten stärker dem Publikum öffnen, während es gleichzeitig das Fachwissen der Opéra National de Paris aus dem 16. Jahrhundert bewahrt.
Wir freuen uns auf die 18 besten Tänzerinnen und Tänzer der neuen Generation!
0231 – 917 22 90
Das Neunkircher Eisenwerk wurde bereits im Jahr 1593 errichtet und prägte bis zu seiner Stilllegung im Jahr 1982 die Landschaft, Kultur und Wirtschaft der Region. Nach der Übernahme der Werke durch die Familie Stumm 1806, einer der bedeutendsten Industriellendynastien Südwestdeutschlands, stieg das Werk zu einem der wichtigsten Standorte und zum Marktführer in der Eisenindustrie auf. Infolge einer schweren Gasometerexplosion 1933 starben 68 Menschen und große Teile des Hüttenareals und über 60 Wohnhäuser wurden zerstört. Das Unglück erschütterte das ganze Land und führte zu hoher Anteilnahme und hohem Spendenaufkommen. 1945 wurden große Teile der Innenstadt bei einem Bombenangriff zerstört und auch die Stahlkrise traf Neunkirchen schwer. Schon 1968 begannen die ersten Schließungen bis zur kompletten Stilllegung im Jahr 1982. Die industrielle Tradition setzt sich heute in der Saarstahl AG fort, kleine Teile der ehemaligen Eisenwerke sind auch heute noch als Standort von Saarstahl in Betrieb.
Die größten Teile der ehemals 40 Hektar großen Anlage wurden abgetragen. Kleine Teile des ehemaligen Eisenwerkes konnten jedoch bis heute als Industriedenkmal »Altes Hüttenareal« erhalten und so vor dem drohenden Verfall geschützt werden. Die dort befindliche Neue Gebläsehalle fungiert heute als attraktiver Veranstaltungsort. Sie reiht sich damit in die Stummsche Reithalle, in der regelmäßig Kleinkunstveranstaltungen stattfinden, ein Kino und mehrere Gastronomiebetriebe ein. Auf dem Gelände ist so ein Freizeit- und Kulturtreffpunkt entstanden, der in historischer Umgebung Industriekultur und -geschichte erlebbar macht. Die gut erhaltene Hochofenanlage – die weltweit erste zur musealen Präsentation restaurierte – und der umgebaute und denkmalgeschützte Wasserturm sind weitere beeindruckende Industriedenkmäler des Geländes.